Archiv für den Monat: Januar 2011

SAUGA STAUBA, Teil III

Frisch gebloggt von Andrea Schilling für Staubsaugerbeutel.de -

Märchenstunde: Staubsaugermagiiiiieeeeeee! Hier kommt der letzte Teil des Kinderkrimis…

Kinder, Spielzeug, Staubsauger – neee? Doch! Haushaltsgeräte können (ganze) Leben retten – wie unser kleiner Ausflug in die Märchenwelt beweist… Prinzen sind ja schon lange out!

SAUGA STAUBA, Teil III

„Nicht schon wieder!“, dachte Sauga Stauba, die es eilig hatte, rechtzeitig zu ihrem Töpferkurs zu kommen. Heute wollte sie ihre Töpfer-Abschlussprüfung machen und dann die Zauberei in unordentlichen Zimmern endgültig an den Nagel hängen. Doch Brigittes Schluchzen hielt sie zurück. “Einmal noch”, sagte sich Sauga Stauba. „Muss aber flott gehen“, und so waren der Wind und das Heulen bei ihrem Erscheinen in Brigittes Zimmer noch stärker als an den beiden ersten Tagen. Brigitte stand an die Wand neben ihrem Bett gelehnt und schluchzte laut, als Sauga Stauba ins Zimmer kam. Überall lagen Malstifte, in Filz-, Bunt-, Wachs-, Gel-, für Aquarelle, für Ölgemälde, zu Galeriezwecken, mit und ohne Wasser, Pinsel in schmal und breit, mit Wildschweinhaarborsten und ohne, Mischpaletten, Stempel, Papier, und alles in tausend verschiedenen Farben. Sogar auf Brigittes Bett türmten sich die Mal-Utensilien, und Sauga Stauba fand keinen Platz mehr zum Hinsetzen.

„Was ist denn passiert, Brigitte? Ohrring weg? Oder willste doch ‘nen Goldfisch?“ „Ach, Sauga Stauba“, schluchzte Brigitte verzweifelt. „Meine Mama meint, ich soll ein Hobby haben. Und weil die Legosteine und die Steckperlen weg sind, hat sie im ganzen Land Stifte, Farben und Papier aufgekauft und in mein Zimmer gebracht. Und ich hab gerade den schönen silbernen Knopf von meiner Hose verloren und kann den nirgends finden.“ Und schon rollten wieder Tränen über Brigittes Wangen. „Hm…“, sagte Sauga Stauba. „Du bist echt nicht zu beneiden. Aber ich kann nur noch dieses eine Mal beim Suchen helfen. Feen dürfen ja immer nur dreimal kommen und dann ist Schluss mit der Helferei. – Du kennst den Sachverhalt bestimmt aus Deinem Märchenbuch?“

Sauga Stauba runzelte die Stirn und dachte nach. „Ich hab’s!“, rief sie plötzlich und dann: „Staubsaugerbeutel, Staubsaugerbeutel, Staubsaugerbeutel!“ Wieder kam Wind auf und es heulte laut. Brigitte rieb sich die Augen. Mitten in ihrem Zimmer, auf allen Malstiften, lag auf einmal ein goldener Staubsauger mit extra dickem Rüssel. „So“, sagt Sauga Stauba zufrieden und rieb sich die Hände. „Nu kannste immer alleine wegsaugen, was zu viel ist.“ Sie winkte Brigitte noch einmal fröhlich zu und drehte im nächsten Moment schon an ihrer Töpferscheibe.

SAUGA STAUBA, Teil II

Frisch gebloggt von Andrea Schilling für Staubsaugerbeutel.de -
Hier kommt die Fortsetzung…

SAUGA STAUBA, Teil II

Sauga Stauba war gerade kauend auf dem Rückweg von der Imbissbude, in die sie am Mittwochmittag immer ging, als sie Brigittes Schluchzen vernahm. Sofort machte sie sich auf den Weg zu ihr. Brigitte saß inmitten von abertausend bunten Steckperlen, die zu regenbogenfarbenen Bergen aufgetürmt waren, und hielt sich die Ohren zu. Sauga Staubas Erscheinen war – wie beim ersten Mal auch – von lautem Heulen und viel Wind begleitet.

Als Brigitte aufsah, saß die kleine, dicke Fee wieder im braunen Papierkleid auf ihrer Bettdecke. „Wasch isch ‘nn losch, Brigidde??? Isch Dein Deddy wiedr wög?“, nuschelte Sauga Stauba erstaunt und schluckte schnell noch einen Bissen Bratwurst herunter. „Nein“, antwortete Brigitte und schniefte laut. „Der Teddy liegt sicher in meinem Bett. Aber Mama und Papa haben mir die neuen Steckperlen im Zimmer ausgeschüttet, damit ich sie nach den 79 Farben sortieren kann. Und dabei hab ich gerade meinen linken Ohrring verloren.“

Wieder begann das Kind zu weinen. Sauga Stauba, die inzwischen ihre Bratwurst aufgegessen hatte, wischte sich die fettigen Finger an Brigittes Bettdecke ab und rollte mit den Augen. „Na sei mal froh, dass Du nicht Dein ganzes Ohr verloren hast“, kicherte sie, aber Brigitte schluchzte nur umso lauter. Sauga Stauba seufzte. „Warte mal ab, Brigitte. Ich kann Dir schon noch mal helfen.“ Sie räusperte sich, stand auf, hob die kurzen Arme und rief laut: „Staubsaugerbeutel, Staubsaugerbeutel, Staubsaugerbeutel!!!“

Wieder kam so starker Wind auf, dass Brigitte die Augen schließen musste. Als sie sie wieder öffnete, waren alle Steckperlen verschwunden, dafür lag der kleine Ohrring direkt vor ihr auf dem Teppich. „Oh danke, Sauga Stauba! Wie hast Du das bloß geschafft?“, rief Brigitte überwältigt. „Echte Zauberei“, sagte die kleine Fee gewichtig. „Hab ich von meiner Oma gelernt.“ Und zufrieden machte sie sich auf den Heimweg.

Doch als Sauga Stauba am Freitag auf dem Weg zum Töpferkurs war, hörte sie Brigitte schon wieder laut weinen…

Fortsetzung folgt…