
Frisch gebloggt von Andrea Schilling für Staubsaugerbeutel.de -
Märchenstunde: Staubsaugermagiiiiieeeeeee! Hier kommt der letzte Teil des Kinderkrimis…
Kinder, Spielzeug, Staubsauger – neee? Doch! Haushaltsgeräte können (ganze) Leben retten – wie unser kleiner Ausflug in die Märchenwelt beweist… Prinzen sind ja schon lange out!
SAUGA STAUBA, Teil III
„Nicht schon wieder!“, dachte Sauga Stauba, die es eilig hatte, rechtzeitig zu ihrem Töpferkurs zu kommen. Heute wollte sie ihre Töpfer-Abschlussprüfung machen und dann die Zauberei in unordentlichen Zimmern endgültig an den Nagel hängen. Doch Brigittes Schluchzen hielt sie zurück. “Einmal noch”, sagte sich Sauga Stauba. „Muss aber flott gehen“, und so waren der Wind und das Heulen bei ihrem Erscheinen in Brigittes Zimmer noch stärker als an den beiden ersten Tagen. Brigitte stand an die Wand neben ihrem Bett gelehnt und schluchzte laut, als Sauga Stauba ins Zimmer kam. Überall lagen Malstifte, in Filz-, Bunt-, Wachs-, Gel-, für Aquarelle, für Ölgemälde, zu Galeriezwecken, mit und ohne Wasser, Pinsel in schmal und breit, mit Wildschweinhaarborsten und ohne, Mischpaletten, Stempel, Papier, und alles in tausend verschiedenen Farben. Sogar auf Brigittes Bett türmten sich die Mal-Utensilien, und Sauga Stauba fand keinen Platz mehr zum Hinsetzen.
„Was ist denn passiert, Brigitte? Ohrring weg? Oder willste doch ‘nen Goldfisch?“ „Ach, Sauga Stauba“, schluchzte Brigitte verzweifelt. „Meine Mama meint, ich soll ein Hobby haben. Und weil die Legosteine und die Steckperlen weg sind, hat sie im ganzen Land Stifte, Farben und Papier aufgekauft und in mein Zimmer gebracht. Und ich hab gerade den schönen silbernen Knopf von meiner Hose verloren und kann den nirgends finden.“ Und schon rollten wieder Tränen über Brigittes Wangen. „Hm…“, sagte Sauga Stauba. „Du bist echt nicht zu beneiden. Aber ich kann nur noch dieses eine Mal beim Suchen helfen. Feen dürfen ja immer nur dreimal kommen und dann ist Schluss mit der Helferei. – Du kennst den Sachverhalt bestimmt aus Deinem Märchenbuch?“
Sauga Stauba runzelte die Stirn und dachte nach. „Ich hab’s!“, rief sie plötzlich und dann: „Staubsaugerbeutel, Staubsaugerbeutel, Staubsaugerbeutel!“ Wieder kam Wind auf und es heulte laut. Brigitte rieb sich die Augen. Mitten in ihrem Zimmer, auf allen Malstiften, lag auf einmal ein goldener Staubsauger mit extra dickem Rüssel. „So“, sagt Sauga Stauba zufrieden und rieb sich die Hände. „Nu kannste immer alleine wegsaugen, was zu viel ist.“ Sie winkte Brigitte noch einmal fröhlich zu und drehte im nächsten Moment schon an ihrer Töpferscheibe.