Frisch gebloggt von Andrea Schilling für Staubsaugerbeutel.de – Wo Kinder sind, da ist auch Spielzeug, und dieses besteht heute zu einem Großteil aus Kunststoff. Um diesen elastischer und besser formbar zu machen, wird er noch häufig mit so genannten Weichmachern (Phthalaten) behandelt – mit unter Umständen weitreichenden Folgen für die Gesundheit allerdings. Eine aktuelle Untersuchung von Staubsaugerbeuteln aus verschiedenen Kindertagesstätten, die der Bund für Umwelt und Naturschutz durchführte, brachte jetzt zum Teil alarmierende Ergebnisse.
Zeig mir Deinen Staubsaugerbeutel, und ich sage Dir, wie gefährlich Du lebst, könnte das Motto der Staubanalyse des BUND gewesen sein, im Rahmen derer die Inhalte der Staubsaugerbeutel aus insgesamt 60 Kindertagesstätten untersucht wurden. Mit dem Ziel, den aufgesaugten Staub auf sieben verschiedene Weichmacher zu untersuchen, hatten die Einrichtungen ihre Proben in ein Speziallabor eingeschickt.
Weichmachende Stoffe oder Phthalate haben – das ist inzwischen hinreichend bekannt – in höherer Konzentration langfristig negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen. Sie beeinflussen den Hormonstoffwechsel und können zu Unfruchtbarkeit, verfrühter Pubertät und zum Teil sogar zu Missbildungen führen. Aus diesem Grund ist ihre Verwendung vor allem in Kinderartikeln, Spielzeug und Kosmetika bereits weitgehend verboten. Dennoch zeigte die Untersuchung der Staubsaugerbeutel in allen Fällen eine fast dreimal höhere Konzentration an Weichmachern wie im Staub “normaler” Haushalte. Wider Erwarten!
Nicht nur im Spielzeug sind die Weichmacher folglich enthalten, sondern in zahlreichen Gebrauchsgegenständen, mit denen die Kinder täglich umgehen. Turnmatten, Bezüge von Sitzmöbeln, Fußbodenbeläge – Phthalate sind quasi überall. Ein alarmierendes Ergebnis, so das Urteil der Experten des BUND. Das Gefährliche an den Stoffen ist, dass sie erst nach und nach aus den Gegenständen freigesetzt und sukzessive in die Luft der Umgebung abgegeben werden. Messbare Grenzwerte für eine zulässige Maximalbelastung der Umgebungsluft allerdings gibt es (noch) nicht. Das sollte sich möglichst schnell ändern, so die Expertenmeinung. Weichmacher sollten generell aus der Umgebung von Kindern verbannt werden.