Frisch gebloggt von Andrea Schilling für Staubsaugerbeutel.de – Frauen sind zahlreicher als Männer, sie leben länger und treffen diversen Studien zufolge auch die meisten Konsumentscheidungen. Und das völlig unabhängig davon, ob es um Bügeleisen, Staubsauger oder das neue Auto geht. Frauen gelten inzwischen als eine wahrhaft unterschätzte Wirtschaftsmacht, deren Potenzial vor allem auf Verkäuferseite häufig noch leichtfertig und aus Unwissenheit ungenutzt bleibt. Dabei ist die Zukunft offensichtlich weiblich!
Eine aktuell für den österreichischen Markt durchgeführte Studie zur Rollenverteilung beim Erwerb von Haushaltsgeräten zeigt einmal mehr ganz deutlich, was eigentlich schon seit Langem bekannt ist: Die Frauen geben den Ton an. Bügeleisen, Waschmaschine, Staubsauger, Kühlschrank – Sie bestimmt, was angeschafft wird. Etwa 66 Prozent aller befragten Frauen gaben an, hier die Entscheidungsgewalt zu besitzen. Nur etwa 31 Prozent der Männer konnten von sich dasselbe behaupten.
In der Tat gelten Frauen inzwischen beinahe weltweit als die unterschätzte Wirtschaftsmacht schlechthin. Hier wird die Quote der von Frauen getroffenen Konsumentscheidungen sogar bei um die 90 Prozent angesetzt. – Eine Zahl, der sich vor allem Verkäufer häufig noch nicht bewusst sind. Doch im Gegensatz zu einer noch weit verbreiteten Annahme verfügen Frauen mittlerweile nicht nur über die entsprechende Finanzkraft, sie interessieren sich immer mehr auch für technische Details und treffen demzufolge Entscheidungen, die bis vor wenigen Jahrzehnten noch den Männern vorbehalten waren.
Und das gilt im Übrigen nicht nur für Haushaltsgeräte, sondern auch für größere Anschaffungen, wie zum Beispiel das neue Auto oder auch den Hauskauf. Experten raten insbesondere Verkäufern daher, sich auch kommunikationstechnisch auf weibliche Bedürfnisse einzustellen und vor dem eigentlichen Verkaufsgespräch mit einem Paar genau auszuloten, wer von beiden tatsächlich über die Ausgabe entscheidet. Immer öfter ist das nämlich nicht der Mann, sondern die Frau, die jedoch – wenn sie sich vom Verkäufer ignoriert fühlt – ihr Geld unter Umständen lieber wieder mit nach Hause nimmt oder eben an anderer Stelle investiert.
Sie kauft das Haus, sie kauft das Auto, sie kauft den Staubsauger. Zumindest was die Haushaltsgeräte betrifft, lassen sich jedoch männliche und weibliche Ansprüche offenbar vereinigen: Grundlegendes Anschaffungskriterium ist hier ein geringer Energieverbrauch, dicht gefolgt von einer möglichst einfachen Handhabung und einer hohen Leistungsfähigkeit. Etwa 61 Prozent aller im Rahmen der genannten österreichischen Studie befragten Männer und Frauen gaben die technische Qualität des Gerätes als Hauptkriterium für den Kauf an… wenn sie denn darüber entscheiden dürfen. Einzig schade, dass sich diese Gleichberechtigung der Geschlechter nicht auf die Nutzung der neuen Haushaltsgeräte übertragen lässt: In den meisten Fällen ist auch diese den Frauen vorbehalten.
