Archiv für den Monat: April 2011

Wer kauft die meisten Staubsauger?

Frisch gebloggt von Andrea Schilling für Staubsaugerbeutel.de – Frauen sind zahlreicher als Männer, sie leben länger und treffen diversen Studien zufolge auch die meisten Konsumentscheidungen. Und das völlig unabhängig davon, ob es um Bügeleisen, Staubsauger oder das neue Auto geht. Frauen gelten inzwischen als eine wahrhaft unterschätzte Wirtschaftsmacht, deren Potenzial vor allem auf Verkäuferseite häufig noch leichtfertig und aus Unwissenheit ungenutzt bleibt. Dabei ist die Zukunft offensichtlich weiblich!

Eine aktuell für den österreichischen Markt durchgeführte Studie zur Rollenverteilung beim Erwerb von Haushaltsgeräten zeigt einmal mehr ganz deutlich, was eigentlich schon seit Langem bekannt ist: Die Frauen geben den Ton an. Bügeleisen, Waschmaschine, Staubsauger, Kühlschrank – Sie bestimmt, was angeschafft wird. Etwa 66 Prozent aller befragten Frauen gaben an, hier die Entscheidungsgewalt zu besitzen. Nur etwa 31 Prozent der Männer konnten von sich dasselbe behaupten.

In der Tat gelten Frauen inzwischen beinahe weltweit als die unterschätzte Wirtschaftsmacht schlechthin. Hier wird die Quote der von Frauen getroffenen Konsumentscheidungen sogar bei um die 90 Prozent angesetzt. – Eine Zahl, der sich vor allem Verkäufer häufig noch nicht bewusst sind. Doch im Gegensatz zu einer noch weit verbreiteten Annahme verfügen Frauen mittlerweile nicht nur über die entsprechende Finanzkraft, sie interessieren sich immer mehr auch für technische Details und treffen demzufolge Entscheidungen, die bis vor wenigen Jahrzehnten noch den Männern vorbehalten waren.

Und das gilt im Übrigen nicht nur für Haushaltsgeräte, sondern auch für größere Anschaffungen, wie zum Beispiel das neue Auto oder auch den Hauskauf. Experten raten insbesondere Verkäufern daher, sich auch kommunikationstechnisch auf weibliche Bedürfnisse einzustellen und vor dem eigentlichen Verkaufsgespräch mit einem Paar genau auszuloten, wer von beiden tatsächlich über die Ausgabe entscheidet. Immer öfter ist das nämlich nicht der Mann, sondern die Frau, die jedoch – wenn sie sich vom Verkäufer ignoriert fühlt – ihr Geld unter Umständen lieber wieder mit nach Hause nimmt oder eben an anderer Stelle investiert.

Sie kauft das Haus, sie kauft das Auto, sie kauft den Staubsauger. Zumindest was die Haushaltsgeräte betrifft, lassen sich jedoch männliche und weibliche Ansprüche offenbar vereinigen: Grundlegendes Anschaffungskriterium ist hier ein geringer Energieverbrauch, dicht gefolgt von einer möglichst einfachen Handhabung und einer hohen Leistungsfähigkeit. Etwa 61 Prozent aller im Rahmen der genannten österreichischen Studie befragten Männer und Frauen gaben die technische Qualität des Gerätes als Hauptkriterium für den Kauf an… wenn sie denn darüber entscheiden dürfen. Einzig schade, dass sich diese Gleichberechtigung der Geschlechter nicht auf die Nutzung der neuen Haushaltsgeräte übertragen lässt: In den meisten Fällen ist auch diese den Frauen vorbehalten.

Osterputz – Putzen für die gute Sache

Osternbrunnen Niederalbertsdorf

Dieser Tage wird vielerorts wieder aufgeräumt. Bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Frauenwohnheim, in der Sporthalle des Turnvereins … überall stehen die Zeichen auf… Osterputz? Wer das nicht kennt, sollte es vielleicht erst gar nicht versuchen. Oder doch? Erst für den Frühling putzen und jetzt schooon wieder für Ostern? “Was für ein Quatsch”, meint Amelie S., 9 Jahre. “Ostern wird doch eh wieder alles dreckig…” Also muss der Osterputz andere Vorteile haben. Nur welche? – Wer die meisten Sachen findet, hat gewonnen? Nein! Da steckt viel mehr dahinter.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Topfstadt, Ortsteil Deckeldorf, herrscht hektische Geschäftigkeit. Bereits um 7:00 Uhr werden die ersten Müllsäcke verteilt. Denn: Heute wird aufgeräumt! Unter, hinter und neben dem Schlauch. Gegen 10:00 Uhr hat der Gemeindebrandinspektor höchstpersönlich bereits zum dritten Mal den Staubsaugerbeutel gewechselt. Die Mission heißt Osterputz und wird in jedem Jahr mit viel Elan durchgeführt. Wer nicht mitmacht, darf im nächsten Jahr keinen Schlauch mehr halten.

Auch im Frauenwohnheim “Dunkle Tanne” ist alljährlich vor dem Osterfest eine Menge los. Sibylle, Brigitte und Claudia teilen sich schwesterlich Besen, Lappen und Staubsauger. Damit Ostern auch alles … ähm…. sauber ist. Als besonderes Highlight gilt hier das vorösterliche Haarbürstenreinigungsritual. Die zusammengetragenen Haare werden feierlich dem Osterfeuer im Garten des Wohnheims zugeführt. Mitbewohnerinnen, die sich der Reinigungsprozedur verweigern, dürfen eine Woche lange den Gemeinschaftsfön nicht mitbenutzen.

Ähnlich gelagert ist der Fall im Turnverein “1860 Hopshoch e. V.”, der sich zweimal die Woche in der Sporthalle an der Kiesgrube trifft. Kurz vor Ostern wird nicht mehr geturnt, sondern aufgeräumt. Mit einem donnerenden “Putz frei!” beginnt die beliebte Aktion in Sporthalle und Gerätekammer. Der Vorstandsvorsitzende verteilt die Aufgaben unter den Vereinsmitgliedern. Wer im vergangenen Jahr laut Liste in Sauberkeitsfragen besonders positiv, zum Beispiel durch weiße Socken, aufgefallen ist, darf in diesem Jahr den Vereinsstaubsauger mit dem Staubsaugerbeutel führen. Ein Versäumen der Putzaktion dagegen wird mit einem Jahr Bocksprungverbot bestraft. Logisch, dass da alle dabei sind. Oster hin oder her.

Diese Beispiele zeigen also deutlich den tieferen Sinn des Osterputzes: kollektives Erleben, staubneutraler Teamgeist, stabile soziale Kontakte, gesundes, allergenarmes Geistpotenzial und Grillabend mit Salatbeilage. Nutzen auch Sie die inspirierende, vorösterliche, putzschwangere Atmosphäre und tun Sie einmal etwas für Ihre psychosoziale Gesundheit! Machen Sie einen Osterputz!