Archiv für den Monat: Mai 2011

Wenn ich groß bin, werde ich Staubsauger-Testerin…

Frisch gebloggt von Andrea Schilling für Staubsaugerbeutel.de – Wir brauchen einen neuen Staubsauger. Unser alter saugt zwar noch, aber nur, wenn man mit dem Fuß auf dem Schalter stehen bleibt. Und das ist Mist, sagt Mama. Am liebsten würde sie jetzt so einen „Testsieger“ aus der Zeitung kaufen – mit total vielen Düsen dabei oder so. Also eine für den Teppich, einen für die Fliesen, eine gegen Spinnen und die Fusseln unterm Badschrank. Und wenn es nach mir geht, soll der Staubsauger so laut sein, dass ich meinen kleinen Bruder nicht mehr höre.

Aber wie findet man denn so einen “Testsieger” und was machen die von der Zeitung überhaupt mit den vielen Staubsaugern? Also wenn ich das machen müsste, würde ich erst mal alle Pakete kurz anheben. Die, die mir zu schwer wären, würde ich wieder hinstellen, die anderen erst mal in mein Zimmer bringen. Da blieben von 10 bestimmt nur noch fünf übrig. Die würde ich dann auspacken und gucken, welche die schönsten Farben haben. Ich mag Lila, mein Bruder Orange und Mama Grün. Alle anderen müssten auch weg. Ich könnte mich vielleicht entschließen, einen schwarzen Staubsauger zu behalten, der müsste aber ganz viel Silber und Glitzersteine dabei haben. Pink ginge auch, aber nur mit Nagellack. Außerdem würde sich mein Bruder darüber ärgern.

Wären dann also von den fünf Staubsaugern noch etwa drei übrig, würde ich als Nächstes die Stecker in die Steckdose stecken und folgende Dinge auf meinem Teppich verteilen: eine Tüte roten Sand vom Spielplatz, ein Büschel Haare aus meiner Bürste, Müsli-Krümel mit Schoko, Kakaopulver, Barbieschuhe, Räder von Spielzeugautos, zwei Ameisen, eine Spinne, einen vertrockneten Regenwurm und paar alte Brotrinden aus meinem Schulranzen. Dann käme das Spannendste: Das Wegsaugen. Mein kleiner Bruder hat, als er noch klein war, immer seinen Spinat wieder ausgespuckt. Das dürfte der Staubsauger mit dem Sand zum Beispiel aber nicht machen. Außerdem würde ich warten, bis die Spinne in der Zimmerecke hängt und dann probieren, ob der Staubsauger die mit allen Beinen aus der Ecke rausziehen kann. Der Staubsauger, der das schafft, bekäme eine allerletzte Aufgabe: meine Spitzabfälle und einen Kaugummi – auf Mamas Kuschelteppich im Wohnzimmer. Blieben zum Schluss zwei Staubsauger übrig, würde ich den nehmen, der lauter ist als mein Bruder. Den würde ich Mama schenken, und wir hätten alle was davon.

gez. Anneliese Meier, 9 Jahre