Mit ‘Nahrungsmittelreste’ getaggte Artikel

Hausstaubmilben – klein, aber gemein…

Einen halben Millimeter groß, achtbeinig, mit großer Familie und schlechten Manieren – mögen Sie nicht? – Haben Sie aber! Hausstaubmilben gibt es in jedem Zuhause, und sei es noch so aufgeräumt.

Die meisten Menschen lieben ein kuscheliges Zuhause: weiche Teppiche und komfortable Polstermöbel. Doch auch Milben mögen es warm und weich. Sie ernähren sich von Staubpartikeln und abgestorbenen Hautschuppen, und diese befinden sich in besonders reichlichem Ausmaß in Teppichen, auf Sofas und vor allem in Betten. Staub und Milben gibt es immer und überall. Problematisch wird dies dann, wenn die Staubkonzentration überhand nimmt und Menschen gesundheitlich besonders sensibel darauf reagieren.

Bei etwa 25 Grad und einer verhältnismäßig hohen Luftfeuchtigkeit fühlen sich Milben so richtig wohl. Und das zeigen sie auch, indem sie überall ihre Spuren hinterlassen. Milben ernähren sich nicht nur von Staubteilchen, sie geben andererseits auch ihren Kot wieder in den Hausstaub ab. In Verbindung mit Sandkörnchen, Pollen, Bakterien, Schimmelpilzen, Haaren, Textilfasern und Nahrungsmittelresten ergibt der Staub dann eine hochallergene Mischung, die einem die Luft zum Atmen nehmen kann – im wahrsten Sinne des Wortes. Chronischer Schnupfen, Bindehautentzündung, Nies- und Hustenattacken, Müdigkeit, Asthma und sogar schwere Atemnot können die Folgen sein. Bei starken Beschwerden ist dann sogar ein Arztbesuch unumgänglich.

Milben haben nur wenige natürliche Feinde. Bücherskorpion und Silberfischchen gehören dazu. Weil sich diese aber niemand zur Milbenbekämpfung ins Haus holen will, kann man nur versuchen, die Feinstaubkonzentration in der Umgebungsluft auf ein erträgliches und gesundheitlich unbedenkliches Maß zu reduzieren. Wer also besonders empfindlich reagiert und vielleicht schon andere Allergien hat, sollte soweit wie möglich auf Teppiche in der Wohnung verzichten und auf Böden ausweichen, die man auch feucht wischen kann. Hier haben Milben keine Chance, sich dauerhaft einzunisten. Darüber hinaus lohnt sich die Anschaffung eines qualitativ hochwertigen Staubsaugers, der einen speziellen Mikrofilter enthält. Damit werden Feinpartikel zurückgehalten und nicht mit der Abluft des Staubsaugers wieder in den Raum abgegeben.

Für alles, was sich nicht wischen oder waschen lässt, empfiehlt sich die milbensichere Reinigung mit entsprechendem Staubsaugerzubehör. Spezialdüsen und -bürsten gibt es nicht nur für Teppiche und Matratzen, sondern zum Beispiel auch für Lampenschirme. Wer dann den Staubsaugerbeutel des Staubsaugers noch regelmäßig wechselt, der tut zwar nichts für die Gesundheit der Milben, dafür aber umso mehr für seine eigene.

Andrea Schilling Dieser Artikel wurde am 26. April 2010 von Andrea Schilling geschrieben. Abgelegt in Gesundheit, Staubsaugerbeutel | Tags: | | | | |